MARKT
Die Zahl der Mitglieder in deutschen Golfclubs
ist leicht rückläufig. Dennoch spielt die
Entwicklung Reisebüros und Veranstaltern
im Golfreisevertrieb in die Hände.
diese Beträge eher nur neun Bahnen spielen.
Wichtig daher für den Counter, Kunden auf
die Sparpotenziale durch Greenfee-Pakete
der Veranstalter hinzuweisen oder ihnen aktiv Ermäßigungskonzepte wie die BenefizzGolfcard, Leisure Breaks oder die Mallorca
Golfcard zu empfehlen. Oder man rät den
Kunden zu Golfzielen abseits der Warmwasserdestinationen wie etwa Schottland oder
Irland, wo es ausgezeichnete 18-Loch-Anlagen bereits ab 20 Euro pro Runde gibt.
WENIGER CLUBMITGLIEDER,
MEHR POTENZIAL
Potenzial auch für Golfreisen
im Inland ausschöpfen
Gute Aussichten für Türkei: Wie hier auf dem
Platz des Gloria Serenity Resort in Belek kommen
wieder mehr deutsche Golfreisende.
TEXT: MICHAEL ALTHOFF
Wichtige Zielgruppe 50 plus
wächst gegen den Trend
Doch aus touristischer Sicht sind weniger die
absoluten Zahlen entscheidend, sondern die
darin zum Ausdruck kommende Marktveränderung. Der Golfmarktbericht des DGV gibt
dazu detailliertere Auskunft: Während die
deutschen Golfclubs in den Altersgruppen
bis 50 Jahre meist Mitglieder verloren haben,
konnten sie bei den über 50-Jährigen ein
Wachstum erzielen. Das ist für den Reisevertrieb eine eher erfreuliche Nachricht, da sich
diese Zielgruppe bei ihrer Urlaubsbuchung
6 Sales Guide Golfreisen
weiterhin gern an Reisebüros wendet. Rund
Urlaub weitere Aktivitäten oft auch mit
zwei Drittel aller Golfer gehören in Deutschnicht golfenden Partnern und Familienmitland zur Altersgruppe 50 plus.
gliedern sucht. Genau hier liegt die HerausUnverändert stellt Bayern gut 21,5 Prozent
forderung im Reisebüro, denn diese Golfer
aller Golfer in Deutschland, gefolgt
treten oftmals am Counter gar nicht als
von Nordrhein-Westfalen mit
Golfer hervor, sondern entscheiden
rund 21,4 Prozent. Spannend
sich erst spontan vor Ort dazu,
Zwei Drittel
ist aus touristischer Sicht ein
eine Runde zu spielen. Eine deder Golfer sind
Blick auf die Spielstärke:
taillierte Bedarfsermittlung
über 50
Knapp 30 Prozent haben
kann daher auch für dieses
Tendenz steigend
ein Handicap von 37 oder
Segment wichtige Infos für
höher. Nur 6,2 Prozent aller
Zusatzerträge durch GreenGolfer haben ein Handicap
fee-Vermittlung liefern.
von 11,4 oder weniger. Die
Der Verlust an im DGV organigroße Mehrzahl der Golfer ist
sierten Golfern bedeutet nicht,
also eher dem klassischen Freidass das Interesse an Golf nachgezeitsport zuzuordnen und nicht so
lassen hat. Vielmehr zeigt sich auch im
sehr dem sportlich ambitionierten Segment.
Golfsport, dass immer mehr Aktive keine feste Bindung mehr an einzelne Anlagen/Clubs
Golf spielt auf Reisen oft
suchen, sondern das wechselnde Spiel auf
gar nicht die Hauptrolle
unterschiedlichen Plätzen bevorzugen. GeraFür den Vertrieb von Golfprodukten in der
de Urlaubsreisen und Wochenendtrips bieten
Touristik bedeutet dies, dass Golfer beispielshierzu hervorragende Ansätze.
weise nur sehr bedingt im Urlaub an TurnieInteressant ist auch die Entwicklung der
ren teilnehmen möchten und Golf oftmals
Greenfees in Deutschland: Werktags wurden
gar nicht die Hauptrolle im Urlaub spielt.
2018 durchschnittlich 56,10 Euro gezahlt, am
Vielmehr setzt sich auch hier der hybride
Wochenende 68,66 Euro. Auf Mallorca, der
Golfer durch, der neben seinem Sport im
Lieblingsinsel der Deutschen, darf man für
Anlagen in der Türkei punkten
wieder mit Qualität
FOTOS: BENTOUR, AYLA GOLF CLUB
W
ährend die deutsche Touristik insgesamt auf ein sehr erfolgreiches
Jahr 2018 zurückblickt, konnte die
deutsche Golfszene ihren Aufwärtstrend im
vergangenen Jahr nicht fortsetzen. Der Deutsche Golf Verband meldet nach stetigem
wenn auch zuletzt eher schwachem
Wachstum bei der Anzahl der DGV-registrierten Mitgliedschaften für 2018 einen Rückgang. Der fällt zwar mit saldiert minus 0,4
Prozent gegenüber dem Vorjahr oder absolut
2703 weniger Mitgliedern nur moderat aus,
dennoch scheinen die Zeiten ungebremsten
Wachstums auch im deutschen Golf vorbei.
Im internationalen Vergleich zeigen sich teils
unterschiedliche Entwicklungen im Vergleich
zu Deutschland. Das noch vor Deutschland
mitgliederstärkste Golfland Europas, England, hat allein von 2016 zu 2017 fast 40.000
Clubmitglieder verloren. Auch Schottland
und Irland beklagen Mitgliederverluste.
Positiv entwickelt sich hingegen die Anzahl
der Clubmitglieder in Schweden, Frankreich
sowie Österreich. Die höchste Dichte an
Golfern in Europa hat übrigens Island,
wo fast fünf Prozent der Bevölkerung den
Schläger schwingen.
Während in Europa 67 Prozent aller Golfer
Männer, 25 Prozent Frauen sowie acht
Prozent Kinder und Jugendliche sind, hat
Deutschland mit rund 34 Prozent eine der
höchsten Damenquoten im europäischen
Golfsport. Deutschland bietet mit rund 730
Golfanlagen übrigens das zweitgrößte Golf
angebot in Europa ein Indiz dafür, dass
durchaus auch innerdeutsche Golfreisen ein
lukrativer Markt sein können, vor allem in der
Vor- und Nachsaison.
Das insgesamt umfangreichste Golfangebot
bieten weiterhin Großbritannien und Irland
mit zusammen fast 3000 Anlagen. Aus touristischer Sicht interessant ist, dass auch osteuropäische Staaten immer häufiger auf
Golfangebote setzen, beispielsweise Tschechien oder die baltischen Staaten.
Ein Gewinner der Golfsaison 2019 zeichnet
sich schon jetzt ab: die Türkei. Nach Jahren
der Rezession hat die Destination wieder
deutlich Fahrt aufgenommen, die Anzahl der
Startzeitenverkäufe in Anlagen wie dem Robinson Club Nobilis, Maxx Royal oder Lykia
Links hat fast schon wieder das Niveau früherer Spitzenjahre erreicht. Erfreulich dabei,
dass die Anlagen nicht rein über den Preis
verkaufen, sondern in die Qualität von Plätzen und Service investiert haben und mit
neuen, innovativen Angeboten einen langfristigen Erfolg anstreben.
TRENDS & NEWS DER VERANSTALTER
Bentour mit hohem Plus
Bentour verzeichnet zur Wintersaison
2018/19 eine Buchungssteigerung von
35 Prozent und freut sich, dass auch
konservative Zielgruppen wieder zum
Golfen nach Belek reisen. Top-Sellers
sind nach wie vor die Gloria Hotels &
Resorts, aber auch Turnierreisen und
spezielle Anlässe wie das alljährliche
Silvesterturnier stehen wieder hoch
im Kurs. Neu im Golfprogramm sind
Dubai und Mauritius.
Dertour lobt Jordanien
Bei Dertour entwickelt sich Spanien
gegenüber dem Vorjahr sehr gut,
ebenso Portugal. Auch in Deutschland und Österreich steigen die Umsätze. In der Ferne wird Thailand immer beliebter. Die neuen Flüge der
Sundair nach Varna sollen die bereits
sehr guten Bulgarien-Umsätze weiter
ankurbeln. Zypern-Reisen waren aufgrund der Germania-Insolvenz rückläufig. Jordanien, seit dem Winter im
Portfolio, verzeichnet bereits gute Buchungszahlen. Für den Sommer sind
neue Hotels in Italien geplant. Auch
Frankreich wird wieder ins Programm
aufgenommen, da die Nachfrage
nach dem Ryder Cup 2018 steigt.
FTI startet Golf Academy
Seit Lancierung von Golf by FTI (Erweiterung um 30 Prozent auf 160
Plätze in aller Welt) verdoppelten sich
die Buchungen für Golfreisen mit weiter steigender Tendenz. Die stärkste
Nachfrage verzeichnet Marokko, gefolgt von Ägypten und der Türkei sowie den Kanaren und den Vereinigten
Arabischen Emiraten. Neu sind zahlreiche Schnupper- und Einsteigerkurse sowie der Magalog Best of Golf.
Nach einem sehr gut besuchten Webinar für Expedienten startet nun die
Schulungsserie Golf by FTI-Academy.
Golf Extra mit Concierge
Golf Extra spürt weiter einen positiven Trend und erhält tolle Buchungen, die nicht nur sieben Tage und
fünf Greenfees sind: Rundreisen, außergewöhnliche Plätze, spezielle Kundenwünsche und sogar ein Concierge
Service gehören schon zum Alltag.
Spanien und Portugal sind weiter gut
gefragt. Die Nachfrage nach der Türkei hat sich etwas erholt. Auch Ägypten und Marokko werden wieder stär-
ker gebucht. Außergewöhnlich gut
läuft aktuell das Golf Resort Costa
Navarino in Griechenland. Jordanien
ist neu im Programm: Ende 2019 wurde nahe Aqaba ein neues Hyatt Hotel
eröffnet, und der erstklassige Ayla
Golf Club wird als die neue Golfadresse im Nahen Osten gehandelt. Zudem
wurde Neuseeland stark ausgebaut.
Olimar: Turniere gefragt
Olimar weist bei den Golfzahlen einen
leichten Rückgang zum Vorjahr auf.
Es gebe eine verstärkte Nachfrage
nach Turnierreisen in Portugal und
Südeuropa gleichermaßen für die
Wintermonate, hier wurde das Portfolio mit Erfolg stark ausgebaut. Neues
Ziel ist Marokko mit vier golfrelevanten Hotels Fairmont Royal Palm, Be
Live Collection und Iberostar Club
Palmeraie in Marrakesch sowie Tikida
Golf Palace in Agadir. Weitere neue
Golfhotels: The Oitavos in Lissabon,
Gran Hotel Guadalpin Banus in Andalusien sowie Steigenberger Camp de
Mar und Park Hyatt auf Mallorca.
TUI setzt auf Golfpakete
Unlimited-Golfpakete sind für die TUIHotels in Fleesensee sowie das Maremüritz Yachthafen Resort buchbar.
Ab Winter 2019 sind Kurse der Schuster & Lubenau Academy auf Mallorca
buchbar zu allen Hotels im TUI-Programm. Neu sind auch sieben Frühbucher-Golfpakete (bis 120 Tage vor
Anreise) fürs Westin Costa Navarino
in Griechenland, Golfpakete mit
Transfer in Marrakesch und weitere
Packages in Mauritius und Südafrika.
Neu im Airtours-Golfprogramm sind
Ibiza mit dem Bless Hotel, Mexiko mit
dem TRS Coral Hotel in Playa Mujeres,
das Europe Hotel & Resort und der
Celtic Way Pass in Irland, das Hotel
OD Port Portals auf Mallorca und das
Anahita Resort in Mauritius.
Der Ayla Golf Club in Aqaba gilt als
neue Top-Adresse im Nahen Osten.
Sales Guide Golfreisen 7
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