KULTURABENTEUER
Guatemalas alte Hauptstadt Antigua.
NEU BEI DEN
Das neu eröffnete Goldmuseum
in San José in Costa Rica.
Kontrastprogramm
in Panama City.
VERANSTALTERN
Maya-Kultur in drei Ländern. Die
14-Tage-Reise von Ikarus Tours
Guatemala und El Salvador privat entdecken führt von Antigua
an den Atitlán-See und ins Hochland sowie zu hochkarätigen
Maya-Stätten wie Tikal und
Copán sowie nach Joya del Cerén, dem amerikanischen Pompeji, und Tazumal in El Salvador.
8 Counter Info Zentralamerika
Cowboy-Alltag in Costa Rica.
tel wie Bohnen, Kakao oder Chili. 70 Lehmhäuser und Hütten wurden mittlerweile ausgegraben: Schlafhäuser und Dampfbäder, Küchen, Vorratshäuser und Werkstätten. Für diese Vielfalt
wurde Joya de Cerén sogar mit dem Titel Unesco-Weltkulturerbe bedacht.
Mit Fantasie gegen die Kolonialherren
FOTOS: ANDREAS M. GROSS/ARGE LATEINAMERIKA, INGUAT, MARTIN SASSE/LAIF, MUSEOS DEL BANCO CENTRAL DE COSTA RICA, FVA PANAMA
Honduras plus Guatemala Neu
bei Miller Reisen sind die Rundreise Mayastätten & Kolonialschätze durch Honduras und
Guatemala sowie eine E-BikeTour durch Costa Rica.
Hochland-Trekking bei den Maya
Bei dieser neuen Tour von Hauser
Exkursionen geht es von Antigua
durch die Cuchumatanes-Berge
nach Tikal. Ebenfalls neu: die Kulturtrekkingreise Yucatán Mexikos geheimnisvolles Paradies.
Schlemmen in Costa Rica
Gemeinsam mit dem Food Startup Foodboom hat Gebeco die
Reise: Kulinarische Erlebnisse in
Costa Rica aufgelegt. Ebenfalls
neu sind die Kleingruppenreisen
Naturparadies Costa Rica und
Costa Ricas Naturwunder mit
Stil entdecken.
Staunen und Relaxen in Belize
Bei FTI führt die achttägige
Rundreise Natur und Kultur in
Belize zu den Maya-Stätten Lamanai und Caracol und zum Entspannen nach South Water Caye.
Segeltörn vor Panama Bei dem
Vier-Tage-Trip Behind the
Scenes in Panama von América
Special Tours erkunden Urlauber
den San-Blas-Archipel. Die Schiffe haben maximal fünf Doppel
kabinen und sind täglich zwei bis
drei Stunden unterwegs. Dazwischen ist Zeit zum Schnorcheln,
Schwimmen, Kajakfahren und für
Besuche in den traditionellen
Dörfern der Kuna.
Zentralamerika
Gegen Naturgewalten helfen keine Waffen. Gegen die spanischen
Kolonialherren aber entwickelten die Einheimischen im Laufe der
hat zehn
Zeit ihre Techniken, um sich zur Wehr zu setzen. Davon erzählt
Unesco-Welt
ein Spektakel namens El Güegüense, das heute noch wie schon
kulturerbe-Titel.
vor 300 Jahren in den Straßen von Diriamba gefeiert wird.
Geigen, Gitarren und Trommeln sorgen für den Sound. Üppig
kostümierte Tänzer hinter bunten hölzernen Masken setzen das
satirische Drama in Szene. El Güegüense genießt Kultstatus in
Nicaragua, wird eingebettet in die Fiestas zu Ehren des Schutzheiligen
San Sebastián (17.-27. Januar 2020) und hat mit der Eintragung als
Immaterielles Kulturerbe ebenfalls den Segen der Unesco bekommen. Und wenn sich in
Nicaragua heute jemand unterwürfig gibt, in Wirklichkeit aber einfach nur sein Ding macht
und daran arbeitet, die vermeintliche Autorität zu untergraben, dann heißt es, er setzt ein
Güegüense-Gesicht auf (Poner cara de Güegüense).
Die Spanier haben Nicaragua aber auch bildschöne Kolonialstädte wie León hinterlassen mit
Gassen voller Kopfsteinpflaster, lauschigen Plätzen zum Plaudern und imposanten Gottes
häusern. Die tollsten Fotos gibt es auf der Basilika, der man sogar aufs Dach steigen kann, um
zwischen den schneeweißen Kuppeln zu lustwandeln. Sie ist die größte und älteste Kathedrale
Zentralamerikas. Nicht minder zauberhaft ist die Kolonialpracht von Granada zu Füßen des
Vulkans Mombacho und direkt am Nicaragua-See, wo auf der Ometepe-Insel gleich noch zwei
weitere Vulkane in den Himmel ragen. Die geheimnisvolle Spezialität der Insel aber sind die
rund 2000 Steinzeichnungen (Petroglyphen). Spiralen, Kreuze und andere verschlungene
Gebilde sind ebenso im Fels verewigt wie Menschen und Tiere von Affen über Schlangen bis zu
Krokodilen. Bis zu 3000 Jahre alt sollen diese urigen Kunstwerke sein.
Kolossale Kugeln und glänzendes Gold
Rätselhaft sind auch die Riesenkugeln der Diquis-Kultur an Costa Ricas Pazifikküste. Die Vorfahren der Boruca-Indianer sollen sie vor 1000 bis 1400 Jahren geschliffen und geschlagen haben
in sicher unendlich mühevoller Kleinarbeit. Denn diese perfekt rund behauenen Kolosse bestehen aus Magma-Gestein und bringen es auf einen Durchmesser von bis zu 2,40 Meter. 350
dieser Megamurmeln wurden inzwischen gefunden. Die Indios konnten aber auch anders: Das
beweisen die zierlichen Steinfiguren und die fein gearbeiteten Goldfigürchen von Jaguaren,
Hirschen und vielerlei Fröschen. Die Mehrzahl der Funde hat im Goldmuseum (Museo del Oro
Precolombino) in der Hauptstadt San José eine neue Heimat gefunden, das auch den größten
Gold-Nugget der Welt hütet. Es gilt nicht ohne Grund zusammen mit dem Nationalmuseum als
das bedeutendste Museum des Landes. Gerade wurde es nach Renovierungsarbeiten im neuen
Look und interaktiver denn je wieder neu eröffnet.
Heute haben die meisten Ticos, so nennen sich die Einwohner Costa Ricas, europäische und vor
allem spanische Vorfahren. Die Liebe zum Rodeo kommt gleich nach dem Fußballfieber und der
Leidenschaft fürs Surfen. Es gibt Lasso werfende Cowboys, gewaltige Viehtriebe und Ranches
wie im Western. Und die Kaffeebauern haben es beim Bemalen ihrer Ochsenkarren zu solcher
Meisterschaft gebracht, dass der Unesco auch diese Tradition eine Auszeichnung wert war.
Das Kontrastprogramm zu Costa Ricas Cowboy-Flair bieten die
schwarzen Garifuna, die vor 200 Jahren vor den Engländern von der
Karibikinsel St. Vincent an die Atlantikküste Zentralamerikas geflohen
sind. Fisch, Maniok und Kokosmilch statt Steak und Bohnen ist hier die
Devise, Maracas und Trommeln anstelle der Marimba-Klänge à la Costa
Rica. Vor allem in Belize, Guatemala, Honduras und Nicaragua leben
heute diese gut 100.000 Nachkommen afrikanischer Sklaven und
einheimischer Kariben. Als heimliche Garifuna-Hauptstadt wird das
10.000 Einwohner-Städtchen Dangriga in Belize gehandelt. Überlebt
haben ihre Sprache ebenso wie ihre Tänze und ihre Musik mit dem
unüberhörbaren Afro-Sound.
Hibiskusblüten im Haar, Glitzerbustiers und bunte Wickelröcke für
die Damen, Perlenröcke und Lendenschurze für die Herren und Ganz
körperbemalung für alle: Exotisch geht es auch im Dschungel von
Chagres zu. Nur eine gute Stunde jenseits der Wolkenkratzer und
Shopping Malls von Panama City leben dort die Embera-Indianer.
Süße Träume im Stelzenhaus
Weil das Gebiet Nationalpark ist und Jagd und Ackerbau nur noch eingeschränkt möglich sind, kommen den Embera Besucher sehr gelegen.
Sie setzen dabei ganz auf Ökotourismus. Das Essen wird in Bananenblättern kredenzt, und übernachtet wird in Stelzenhäusern. Der
Medizinmann plaudert gern aus dem Nähkästchen, und Tanzkurse gibt
ebenfalls. Doch auch wer im San-Blas-Archipel Urlaub macht, kann sich
von Indiokultur inspirieren lassen. Hier haben die Kuna ihre jahrhundertealte Kultur bewahren können. Möge sie noch lange weiter leben.
Counter INFO FVW Medien ZENTRALAMERIKA ABENTEUER NATUR Hotspots für Action-Fans KULTUR ZUM STAUNEN Tempel, Tänze, Pyramiden SERVICE FÜR PROFIS Produkt-News & Expertentipps
PANORAMA SCHÄTZE L AT E I N A M E R I K A I K A R I B I K I S Ü D S E E FÜR Pyramiden und Traumstrände INSIDER Die Strände der Riviera Maya sind lange nicht alles, was Mexiko auf Yucatán zu bieten hat. Auch Maya-Ruinen wie Chichén Itzá (Foto), Tulum und Cobá im Dschungel haben es in sich. Berüh
GUT BERATEN AUS EINS MACH MEHR Tipps & News Auszeichnung für die Korallen Kolonialflair: Granada am Ufer des Nicaraguasees. Große Vielfalt auf wenig Raum: Das ist ganz typisch für Zentralamerika. Wer besonders viel erleben möchte, kann da leicht mehrere Länder miteinander kombinieren. Angesicht
KULTURABENTEUER Maya-Metropole: In Lamanai in Belize lebten einst 20.000 Menschen. Kunst am Stein: Die Maya-Ruinen von Copán in Honduras sind berühmt für ihre Reliefs. Getanzte Tradition: die Danza des Toro Huaco in Nicaragua zu Ehren der Gottheit Quetzalcoatl. Dschungelschätze: die Tempel der Ma
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HIGHLIGHTS Wo der Dschungel das Meer küsst Belize mit knapp 400 Kilometern Karibikküste lockt mit einigen der schönsten Strände der Welt. Wo das knapp 300 Kilometer lange Barrier Reef die Taucher verzaubert, ragen viele Koralleninseln aus dem warmen Wasser; mehr als 200 davon hat Belize insgesamt.
HIGHLIGHTS Reisen fürs Bewusstsein Heißes Pflaster für Entdecker Der Vulkan Poás in Costa Rica. Da freut sich das Faultier Jaguare und Pumas lassen sich zwar nicht alle Tage blicken. Doch auf fette Beute können sich Tierliebhaber in Zentralamerika allemal freuen. Da grölen die Brüllaffen im Nebe
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