TRADITION & MODERNE
Edo-Tokyo-Freilicht-Architekturmuseum.
Nationalsport
Sumo-Ringkampf.
hautnah zu erleben. Die Tokyo Sushi Academy etwa lädt zu Nigiri-Sushi-Kochkursen, und die
Glasbläser von Shinohara Furin veranstalten Windglöckchen-Workshops. Im Kouunji-Tempel
weisen zweistündige Meditationssitzungen auch Besuchern aus der Fremde den Weg zum inneren Frieden. Und im altehrwürdigen Asakusa-Viertel können sie hypnotisierender Nagauta-Musik und der klassischen dreisaitigen Shamisen-Laute lauschen.
Weil das Traditionsquartier die ultimative Kulisse fürs Fotoshooting ist, trippeln hier bisweilen
perfekt gestylte und strahlend weiß geschminkte Geishas im Leihkimono durch die Gassen;
auch dieses Erlebnis ist als Paket buchbar. Echt authentisch wird das Sightseeing dort sogar im
Sensoji-Tempel, dem ältesten buddhistischen Tempel der Stadt, wo jedermann willkommen ist,
ob zum Beten, um Glücksbringer zu kaufen oder um sich das Schicksal voraussagen zu lassen.
Wer es handfester mag, geht zum Ninja-Lehrgang und zum Samurai-Training oder übt sich in
der Kunst des Schwertziehens.
Rendezvous mit den Sumo-Ringern
Ohne die Edo-Zeit wäre all das oder doch vieles davon heute undenkbar. Gut 250 Jahre lang, von
1603 bis 1867, herrschten damals die Tokugawa-Shogune in der Hauptstadt Edo, dem heutigen
Tokio, und bescherten Japan Frieden und eine Epoche kultureller Blüte. Das Asakusa-Viertel war
zu jener Zeit ein beliebtes Vergnügungsviertel. Direkt zum Sensoji-Tempel führt dort die im EdoLook gehaltene Nakamise Dori, eine der ältesten Einkaufsstraßen Japans und eine gute Adresse
für traditionelle Waren wie Essstäbchen, Fächer und Holzpuppen.
So richtig populär wurde in der Edo-Zeit der Sumo-Kampf. Das Ryogoku-Viertel ist das Epizentrum dieses japanischen Nationalsports. Berühmte Sumo-Ställe sind hier zu Hause, und in
der Stadionhalle werden jedes Jahr vier der
sechs bekannten Sumo-Turniere Japans ausgetragen. Ein paar Schritte weiter können Mutige
sogar selbst anpacken: Im Sumo-Ring des Ryogoku Edo Noren, ein Komplex, der aussieht wie
eine Straße aus der Edo-Zeit, fordern hier am
Wochenende bisweilen ehemalige SumoKämpfer die Besucher zum Kampf heraus.
Ganz in der Nähe wartet aber noch mehr EdoFlair. Ein Highlight ist das Edo-Tokyo-Museum
mit kleinen und großen, teilweise begehbaren
Architekturmodellen aus vier Jahrhunderten
und passender Geräuschkulisse. Das Japanische
Schwertmuseum huldigt den Waffen der Samurai und das Sumida-Hokusai-Museum dem Maler Hokusai, dem Popkünstler der Edo-Zeit, der
den Berg Fuji inszeniert hat wie kein anderer.
6 Counter Info Tokio
Premium-Shopping im
Omotesando Hills.
Meiji-Schrein
in Shibuya.
Edo-Tokyo Museum
in Gestalt eines Reisspeichers.
Ästhetisches Ritual:
eine Teezeremonie.
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