Geschicklichkeitstest auf Japanisch: beim SushiKochkurs. Heute käme Hokusai sicher nicht am Tokyo Skytree vorbei. Der höchste freistehende Sendeturm der Welt ist eines der Wahrzeichen des neuen Tokios und bringt es auf genau 634 Meter Höhe. Gleich zwei Besucherplattformen gibt es hier in schwindelerregender Höhe: das Tembo Deck samt Café auf 350 Metern und die Tembo Galleria in 450 Meter Höhe beide mit Rundumblick, versteht sich, und begehrt fürs Date zum Sonnenuntergang. Wer sich das Tokio-Panorama selbst erobern will, kann sich an die Besteigung des 333 Meter hohen Tokyo Tower wagen. 600 Stufen sind es auf der Außentreppe bis zur Hauptplattform. Zum 60-jährigen Jubiläum wurde sie neu gestylt und teilweise mit Glasboden versehen. Und auf der höchsten Terrasse des Turms auf 250 Metern schweben die Gäste neuerdings dank verwirrender Spiegel und LED-Lichteffekte wie im Raumschiff über der Stadt. Luxus auf die japanische Tour Spaciges Design haben auch die Straßen von Aoyama und Omotesando auf Lager, Tokios exklusiver Adresse für Kunst, Architektur und Haute Couture. Flankiert von den Vierteln Shibuya, Shinjuku und Roppongi, den Hotspots in Sachen Neonlicht und Nachtleben, zeigt die Hauptstadt hier ihr elegantes Gesicht. Für die spektakulären Bauwerke haben sich die renommiertesten Architekten der Welt ins Zeug gelegt. So geht etwa das Watari-Museum für zeitgenössische Kunst auf das Konto des Schweizers Mario Botta. Und das minimalistische Nezu-Museum mit orientalischen Antiquitäten und Nationalschätzen hat der Japaner Kengo Kuma neu ersonnen. Weltklasse-Architektur gibt es in dem Nobelviertel auch beim Einkaufsbummel zu sehen, denn viele der Modehäuser stammen von herausragenden Architekten. Das oft fotografierte PradaGebäude in Aoyama und das Miu Miu beispielsweise haben sich die Schweizer Herzog & De Meuron ausgedacht, die für die Hamburger Elbphilharmonie verantwortlich zeichnen. Und wenn japanische Modehäuser wie Comme des Garçons, Issey Miyake und Yohji Yamamoto mit ihren wechselnden Schaufenstern den Jahreszeiten Respekt zollen, bricht sich die typisch japanische Verbundenheit mit der Natur selbst mitten in Tokio Bahn. Und der nächste Park ist selten weit in Tokio für die Zen-Gelassenheit im Trubel der Großstadt. DIE NATUR ALS KUNSTWERK Ruderpartie zur Kirschblüte. Dass das den Menschen hier schon vor Jahrhunderten wichtig war, beweist der Koishikawa-Korakuen-Garten, der 1629 angelegt und von den Gärten im chinesischen Stil inspiriert wurde. Über die Jahrhunderte hinweg wurde er gehegt und gepflegt, und so blieb seine ursprüngliche Ästhetik bis heute erhalten zahllose Brücken und Teiche inklusive Ein Paradies aus der Edozeit, wenn auch 200 Jahre jünger, ist auch der Hama-rikyuGarten, der dem Kaiser einst als Rückzugsort diente. Heute wird er von Wolkenkratzern bewacht. Besonders schön ist er im Herbst, wenn Ahornund Gingko-Bäume für prächtiges Laub sorgen. Eine Tasse Matcha-Tee im Teehaus des Gartens mit Blick aufs allgegenwärtige Wasser ist aber das ganze Jahr über ein erhebendes Erlebnis. Wer dem gegenwärtigen Kaiser nahe sein möchte, kann im Herzen der Stadt durch die Majestätisch relaxen in den Kaiserlichen Gärten. Kaiserlichen Gärten flanieren, die Besuchern rund ums Jahr offen stehen, anders als der Kaiserpalast selbst, der nur an zwei Tagen geöffnet ist. Von großer Geschichte berichtet auch der KiyosumiGarten, der als traditioneller Wandelgarten einst Würdenträger aus dem Ausland zum Schlendern im Schatten der Schwarzkiefern animierte. Und natürlich ist hier ebenfalls ein Teehaus am Wasser mit von der Partie. Wem es danach gelüstet, sich beim Sightseeing zwischendurch mal eine kleine Siesta zu gönnen, kann es mit dem Nationalgarten Shinjuku Gyoen probieren. Seine Besonderheit ist nicht nur der Mix aus französisch-verspieltem und englischem Landschaftsgarten plus japanischer Gartenkunst. Er punket auch mit großen Rasenflächen perfekt fürs Picknick und zum Betrachten der Kirschblüten im Frühling. Mehr Japan geht nicht. Counter Info Tokio 7 FOTOS: TOKYO CONVENTION & VISITORS BUREAU Lustwandeln wie der Kaiser und jahrhundertealte BonsaiBäume bewundern, Tretboot fahren und picknicken: Dutzende von großen und Hunderte von kleinen Parks sorgen in Tokio für Entspannung im Grünen. Authentische Impressionen sind dabei garantiert, denn in den kunstvollen Gärten spiegelt sich die japanische Philosophie und Ästhetik in konzentrierter Form wider. Künstliche Dekoration ist hier verpönt. Stattdessen dreht sich alles darum, die schlichte Schönheit der Natur zur Geltung zu bringen. Counter INFO FVW Medien STADT DER WUNDER Geishas & Hightech-Tempel GRÜNE ÜBERRASCHUNG Bergwandern & Inselhüpfen GUT BERATEN News & Experten-Tipps TOKIO GUT BERATEN Open-Air-Panorama: Blick vom Dach des neuen Shibuya Scramble Square. Immer für eine Überraschung gut Wolkenkratzer und Hightech Entertainment: Faszinierend ist die hypermoderne Seite Tokios allemal. Doch Japans Hauptstadt kann auch ganz anders. Das Kontrastprogramm reicht von uralten T Pilgerziel für Manga-Fans Snoopy hautnah Die japanischen Manga-Comics haben längst ihren Siegeszug um die ganze Welt angetreten. Den Zeichnern, die sie einst aus der Taufe hoben, widmet sich das neue Tokiwaso-Manga-Museum. Es ist ein detailgetreuer Nachbau jener Künstler-WG aus den 1950er bis 1980 TRADITION & MODERNE Im Digital Art Museum verschwimmen die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit und die Besucher machen mit. GRENZGÄNGER AUS LEIDENSCHAFT Für Hightech-Moderne, die immer neue Grenzen auslotet, ist Japans Hauptstadt weltberühmt. Mit Leidenschaft kultivieren die Tokioter aber Markante Silhouette: Tokios Skytree. R osa Elefanten trotten vorüber, und goldene Kängurus hüpfen des Weges. Aus Menschen werden Schmetterlinge geboren, und Schwärme von Fischen ergießen sich in Blütenmeere. Für die Macher des Digital Art Museum kennt die Fantasie ganz offensichtlich keine Grenzen TRADITION & MODERNE Edo-Tokyo-Freilicht-Architekturmuseum. Nationalsport Sumo-Ringkampf. hautnah zu erleben. Die Tokyo Sushi Academy etwa lädt zu Nigiri-Sushi-Kochkursen, und die Glasbläser von Shinohara Furin veranstalten Windglöckchen-Workshops. Im Kouunji-Tempel weisen zweistündige Meditationss Geschicklichkeitstest auf Japanisch: beim SushiKochkurs. Heute käme Hokusai sicher nicht am Tokyo Skytree vorbei. Der höchste freistehende Sendeturm der Welt ist eines der Wahrzeichen des neuen Tokios und bringt es auf genau 634 Meter Höhe. Gleich zwei Besucherplattformen gibt es hier in schwindele TAMA & SHIMA Stand-up Paddling auf dem Tama River westlich von Tokio. Heide-Park LUXUS NATUR Wer hätte das gedacht: Surfen und Waldbaden, Wandern und Stand-up Paddling: Im Westen der Stadt und auf den vorgelagerten Inseln zeigt Tokio ein überraschendes Gesicht, das den meisten Touristen bisher ve Beispiel Okutama River Terrace mit Zelten auf hölzernen Plattformen im Wald. Besonders stylisch: Circus Outdoor Tokyo mit Gourmetküche und Vintage-Design. Janoyu Onsen Takaraso. oder im Sessellift schon bis auf 472 Meter. Das Panorama hoch oben und vor allem der Blick auf den Fuji sind aber eine At KULINARIK Berühmt für seine YakitoriSpießchen: Iseya Sohonten. SOUL FOOD AUF JAPANISCH Mitten hinein in die Seele Tokios geht es beim Essen. Es gibt keinen besseren Weg, den Einheimischen nahe zu kommen, und jedes Gericht erzählt eine eigene Geschichte. F angen wir mit echter Kraftnahrung an: dem SERVICE TOKIO VON A BIS Z Cruisen auf Japanisch: mit dem Riverboat unterwegs auf Tokios Flüssen. Covid-Update kompakt Alle Informationen rund um die aktuellen Corona-Maßnahmen bündelt für Urlauber das offizielle Tourismusportal für Tokio gotokyo.org/de auf der Unterseite gotokyo.org/en/plan/coron Heute schon von morgen träumen Erlebe eine der weltweit sichersten Metropolen, in der Tradition und Moderne auf faszinierende Weise aufeinander treffen. Wo sich jahrhundertealte Tempel zwischen futuristischen Hochhäusern verstecken, das frischeste Sushi serviert wird und unbekannte grüne Juwele dar